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Die Rolle der Plattform HAZ-Casino bei der Regulierung und Transparenz im Glücksspielmarkt

Die Plattform plattform des Schweizerischen Staatssekretariats für Wirtschaft SECO ist seit Jahrzehnten ein zentraler Akteur im Schweizer Glücksspielregulierungsbereich. Sie koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen, dem Bund und externen Experten, um ein ausgewogenes System zu gewährleisten, das sowohl die wirtschaftliche Stabilität des Glücksspielsektors als auch die Interessen der Spieler:innen schützt. Besonders im Fokus steht dabei die Vermeidung von Suchtgefahren und die Sicherstellung fairer Spielbedingungen. Die Plattform fungiert dabei als Brücke zwischen den verschiedenen Akteuren – von Spielhallenbetreiber:innen über Online-Anbieter bis hin zu Spieler:innen und Betroffenenverbänden.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Plattform ist die regelmässige Überprüfung der Spielanbieter. Laut den letzten Berichten des SECO wurden im Jahr 2022 rund 800 Spielhallen und mehr als 200 Online-Spielanbieter in der Schweiz kontrolliert. Dabei liegt der Fokus auf der Einhaltung von Sicherheitsstandards, der Transparenz der Gewinnverteilung und der Verhinderung von Geldwäscherei. Besonders kritisch bewertet werden Anbieter, die Kinder oder Minderjährige ansprechen oder durch aggressive Marketingstrategien eine unkontrollierte Ausweitung des Spielverhaltens fördern.

Die Plattform setzt dabei auf eine klare Trennung zwischen den verschiedenen Glücksspielformen. Während Live-Casinos und Spielhallen unter kantonalen Regeln stehen, regelt der Bund die Online-Plattformen. Die Online-Spielanbieter müssen dabei strengere Auflagen erfüllen, etwa zur Vermeidung von Glücksspielsucht durch Altersprüfung, Spiellimits und klare Werbevorgaben. Ein konkretes Beispiel ist die Pflicht zur Implementierung von Selbstausschluss-Tools, die Spieler:innen die Möglichkeit geben, sich freiwillig aus dem Glücksspiel auszuschalten. Studien zeigen, dass solche Mechanismen in Ländern mit ähnlichen Regulierungen die Suchtprävention um bis zu 25 Prozent verbessern können.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Transparenz der Einnahmen und Ausgaben im Glücksspielsektor. Die Plattform veröffentlicht jährlich detaillierte Berichte über die Spielumsätze und die Verteilung der Gewinne. So wurden im Jahr 2021 rund 7,2 Milliarden Franken in Spielumsätze verbucht, wobei rund 1,8 Milliarden Franken an Spieler:innen ausgezahlt wurden. Der Rest floss in staatliche Fonds für Suchtprävention und Sozialhilfe. Diese Transparenz hilft nicht nur der Bevölkerung, sich ein Bild von der wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors zu machen, sondern auch, die Verantwortung der Anbieter und der Politik klar zu definieren.

Trotz dieser Fortschritte gibt es weiterhin Herausforderungen. Die zunehmende Digitalisierung des Glücksspiels hat zu neuen Risiken geführt, etwa die internationale Ausweitung von Online-Anbietern, die oft weniger strenge Regulierungen in anderen Ländern nutzen, um ihre Spielangebote anzubieten. Die Plattform reagiert darauf mit einem verstärkten Fokus auf die Zusammenarbeit mit internationalen Behörden und der Einführung von digitalen Identitätsprüfungen für Spieler:innen. Zudem wird diskutiert, wie man die Spielanbieter stärker in die Suchtprävention einbinden kann, etwa durch gemeinsame Kampagnen oder die Förderung von Beratungsangeboten.

Ein konkretes Beispiel für die Arbeit der Plattform ist die Einführung des «Glücksspielregisters». Seit 2020 können Spieler:innen in der Schweiz ihre Spielaktivitäten dokumentieren und sich bei Bedarf an Beratungsstellen wenden. Die Plattform unterstützt dabei die Kantone bei der Umsetzung dieser Systeme und sorgt dafür, dass die Daten anonymisiert und sicher gespeichert werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Spieler:innen frühzeitig auf ein potenziell problematisches Verhalten aufmerksam zu machen.

  • Seit 2022 wurden rund 800 Spielhallen und 200 Online-Anbieter in der Schweiz kontrolliert.
  • Im Jahr 2021 wurden 7,2 Milliarden Franken in Spielumsätze verbucht, davon 1,8 Milliarden Franken an Spieler:innen ausgezahlt.
  • Die Einführung von Selbstausschluss-Tools reduziert die Suchtprävention um bis zu 25 Prozent in vergleichbaren Regulierungsmodellen.
  • Seit 2020 gibt es ein zentrales Glücksspielregister, das Spieler:innen bei der Selbstreflexion unterstützt.
  • Die Plattform koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen sowie mit externen Expertenverbänden.

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